Bonn/Paralimni.
Nach dem brutalen Angriff auf ein Team des Bonner Komitee gegen den Vogelmord
am Freitag auf Zypern (siehe hier) hat die Kriminalpolizei in Paralimni gestern einen ersten
Verdächtigen verhaftet. Wie das Komitee gegen den Vogelmord weiter mitteilt,
wurde die Attacke auf die Vogelschützer, die von einem amerikanischen
Journalisten der Zeitung „The New Yorker“ begleitet worden waren, mit einer
Videokamera aufgezeichnet, die bei dem Zwischenfall jedoch schwer beschädigt
wurde. Zur Zeit versuchen Spezialisten der zypriotischen Polizei, die auf der
Festplatte des zerstörten Gerätes gespeicherten Bilder zu sichern.
Auf Malta, wo am Samstag fünf mit Sturmhauben maskierte Männer ein weiteres
Komitee-Team mit Felsbrocken bewarfen und dabei das Einsatzfahrzeug der
Vogelschützer schwer beschädigten, tappt die Polizei derzeit noch im Dunkeln.
Mittlerweile wurde eine Belohnung von 10.000 Euro für Hinweise auf die Täter
ausgesetzt.
Das Komitee gegen den Vogelmord war in den letzten Wochen mit 18 Mitgliedern
auf Malta und Zypern im Einsatz, um dort gemeinsam mit der Polizei gegen die
illegale Vogeljagd und den Fang von Singvögeln für Restaurants vorzugehen. Fang
und Abschuss von Zugvögeln sind sowohl durch zypriotisches und maltesisches
Recht als auch durch die Europäische Vogelschutzrichtline streng verboten.
V.i.S.d.P.: Komitee gegen den Vogelmord e.V., Axel Hirschfeld, An der Ziegelei
8, 53127 Bonn,
Kontakt: Tel.: 0228 / 665521 oder 0179/4803805





